Das weisse Band ist ein Spielfilm aus dem Jahre 2009, der in diesem Jahr auch die Goldene Palme bei den 62. Filmfestspielen von Cannes erhielt. Das weisse Band wird dabei als Schwarz-Weiß-Film gezeigt, der in den Jahren 1913 / 1914 in Norddeutschland spielt. Das fiktive Dorf Eichwald ist der Dreh- und Angelpunkt des Films. In jener Zeit dreht sich alles um den Pastor, der seinen Kindern harte Strafen auferlegt, wenn sie vom rechten Wege abgekommen sind. So müssen sie wochenlang ein weißes Band tragen.
Der Arzt des Dorfes kümmert sich zwar gut um die Kranken, verachtet und demütigt allerdings die Hebamme, mit der er heimlich liiert ist. Auch der Baron, der alle Saisonarbeiter einfach als billiges Arbeitsmaterial ansieht, spielt eine wichtige Rolle. Während des Films werden einige „Unfälle“ dargestellt, wie der Sturz des Arztes von seinem Pferd über einen gespannten Draht zwischen zwei Bäumen, die Verwüstung des Kräutergartens des Barons, sowie der Entführung dessen Sohns und die Entführung des behinderten Sohns der Hebamme.
Der Dorflehrer, aus dessen Erinnerung die Geschichte erzählt wird, beobachtet, dass die Kinder des Dorfes unmittelbar vor den „Unfällen“ vor Ort gesehen wurden. Er konfrontiert den Pastor mit seinem Verdacht, dieser fürchtet um seine Kinder und droht dem Lehrer mit einer Disziplinarstrafe, die dessen Existenz bedrohen würde, wenn er seinen Verdacht äußern würde. Die Polizei wird erst mit der Entführung des Sohnes der Hebamme informiert und kann die Vorfälle ebenfalls nicht aufklären. Das weisse Band endet dann mit dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger in Sarajewo und der folgenden Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Die „Unfälle“ bleiben unaufgeklärt, was ich persönlich als etwas unbefriedigend finde. Das Ende ist offen, die Handlung nicht ganz nachvollziehbar, vielleicht muss man sich den Film aber auch nur mehrmals anschauen.