Reservoir Dogs – Ein Film um Vertrauen und Verrat

Als ich erstmals den Film Reservoir Dogs sah, konnte ich der Handlung zugegebenermaßen nicht ganz folgen. Schließlich werden die Szenen, die stark geschnitten sind, nicht in chronologischer Reihenfolge gezeigt. Der Film von Quentin Tarantino war der erste, den er in die Kinos brachte. Es geht dabei um sechs Männer, die einen Raubüberfall begangen haben. Dieser wurde jedoch an die Polizei verraten, so dass davon auszugehen ist, dass einer der Täter ein Maulwurf ist. Dadurch wurde der Überfall zum Blutbad, viele der Ganoven wurden verletzt.Schlussendlich beschuldigt ein Jeder den Anderen, so dass auch der Zuschauer Probleme hat, den wahren Maulwurf herauszufinden, bis Mr. Orange seine Spitzeltätigkeit gesteht. Die Namen der Täter, Mr. Orange, Mr. White, Mr. Blonde oder Mr. Pink sind als Erinnerung an die chemischen Kampfstoffe, wie man in Filmkritiken nachlesen kann, die in der Zeit des Vietnamkriegs eingesetzt wurden.

Letztendlich setzt Tarantino bei Reservoir Dogs vorrangig auf eines: Die Zeichnung der Charaktere. Sie werden vor allem durch Dialoge gezeichnet, die oftmals gar nicht im Zusammenhang mit der eigentlichen Handlung stehen. Deshalb ist es auch nicht ganz einfach, dem Film bereits beim ersten Ansehen ausreichend folgen zu können. Ich habe mir Reservoir Dogs nun schon einige Male angeschaut und dann auch begriffen, was eigentlich die Kernaussage des Films ist. Jedoch konnte ich bereits beim ersten Ansehen die Spannung spüren, die Tarantino aufgebaut hat und die ihm wieder einmal besonders gut gelungen ist. Wer spannende Filme liebt, die auch noch eine tiefgründige Kernaussage beinhalten, der sollte sich Reservoir Dogs nicht entgehen lassen.

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